Meine ganz persönlichen Gedanken

 

Schon allein die Vorstellung, das eigene Kind könnte einmal den Kontakt zur Mutter abbrechen, ist für jede Mutter ein Albtraum……Unvorstellbar, ein No-Go. Niemand möchte das am eigenen Leib erfahren.

Auch für mich war es so, weit weg von dem Gedanken, dass mein geliebtes Kind mich einmal hassen würde. Bis es mich eines Tages kalt erwischte. Bis heute frage ich mich, warum ich? War ich so eine schlechte Mutter, hatte ich das verdient?

Nein, nichts aber auch rein gar nichts rechtfertigt diesen Schritt.

Wie es dennoch dazu kam, was letztendlich dazu führte, kann man in meinem Buch nachlesen.

Ein Buch, das zu schreiben für mich ein Muss wurde, was mich schließlich erlöst hat von bohrenden Fragen nach dem Warum, von Schuld, Versagen,  Schmerz und Pein aber auch von Häme. Es hat Jahre gedauert, bis ich diesen Schlag verkraftet  und wieder in ein halbwegs normales Leben zurückgefunden hatte.

Ich funktioniere wieder, kann atmen, hadere nicht mehr mit mir und meiner Rolle als Mutter, ich lebe wieder.

Von meinem Sohn habe ich mich inzwischen, nach sieben Jahren,  gefühlsmäßig distanzieren können.  Das brauchte natürlich seine Zeit, er ist mir fremd geworden in all den Jahren. Ich vermisse ihn sehr, aber ich vermisse meinen Sohn wie er einmal war, nicht das was aus ihm geworden ist.

Wenn ich mich an ihn erinnern möchte, dann denke ich an unsere schönen harmonischen Zeiten zurück,  als alles noch stimmte, er normal tickte. Fotos von ihm kann ich auch heute noch nicht wieder anschauen, sie sind verbannt.

Etwas gibt es allerdings doch, was mir bei dem Gedanken daran einen heftigen Stich ins Herz versetzt.  Ich werde irgendwann sterben ohne jemals zu erfahren warum er so gehandelt hat, so handeln musste.

Das tut weh, sehr weh.


 Es wird immer Datum, einen Blick, 

einen Film, einen Satz oder ein Lied geben, 

dass dich an etwas erinnert und 

dir die Tränen in die Augen treibt

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