Meine ganz geheimen Gedanken

Schon allein die Vorstellung, das eigene Kind könnte einmal den Kontakt abbrechen, ist für jede Mutter oder auch Vater ein Albtraum……einfach unvorstellbar, ein No-Go. Niemand möchte so etwas am eigenen Leib erfahren und jeder ist überzeugt: so etwas passiert mir doch nicht....niemals.

Auch für mich war es so, weit weg von dem Gedanken, dass mein Kind mich einmal „entsorgen“ würde. Wir hatten sehr lange ein herzliches, enges Verhältnis. Bis es mich eines Tages kalt erwischte.  Und ich fragte mich damals und auch frage mich auch heute noch immer wieder: Warum? Warum tut mir mein Sohn das an? Was, um Himmels Willen hatte ich nur getan, dass mein eigenes Kind diese Entscheidung treffen musste? Ich weiß es bis heute nicht und wie es aussieht, werde ich es wohl auch niemals erfahren. 

Wie es aber letztlich dazu kam, was alles dazu führte, kann man in meinem Buch nachlesen.

Ein Buch, das zu schreiben für mich so lebenswichtig war.  Es hat mich befreit von bohrenden Fragen nach dem Warum, von Schuldgefühlen, Versagensangst, Schmerz aber auch von Häme. 

Ich weiß nicht, ob mein Sohn sich über die Tragweite seines Handelns jemals bewusst war bzw. ist. 

Fakt ist, der Mensch, der mir einmal am wichtigsten war, hat mein Leben zerstört, einfach so, von einem Tag auf den anderen. 

Es hat Jahre gedauert, bis ich diesen Schlag verkraftet und in ein halbwegs normales Leben zurückgefunden hatte. Jetzt funktioniere ich wieder, hadere nicht mehr so oft  mit mir und meiner Rolle als Mutter. 

Von dem Menschen, der einmal mein Sohn war, habe ich mich in den Jahren gefühlsmäßig distanzieren können, musste lernen zu akzeptieren. Natürlich denke ich noch oft, viel zu oft an ihn, das bleibt nicht aus, denn er bleibt in meinem Herzen mein Sohn. 

Immer wieder gibt es Momente, die mir auch heute noch Tränen in die Augen treiben, mir einen Stich ins Herz versetzen. Aber diese Moment werden seltener.






 Es wird immer Datum, einen Blick, 

einen Film, einen Satz oder ein Lied geben, 

dass dich an etwas erinnert und 

dir die Tränen in die Augen treibt

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